By Claudia Kotter

Das Buch hat sowohl die Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe als auch die historische Entwicklung der allgemeinen Reflexlehre zum Thema. Es wird zunächst ein Überblick gegeben über das umfangreiche Gebiet der geschichtlichen Entwicklung der allgemeinen Reflexlehre vom Altertum bis ins 21. Jahrhundert, orientiert an einer Reihe von großen Entdeckern und ihren jeweiligen Beiträgen zur Weiterentwicklung der Erkenntnisse über Reflexe. Gleichsam als Brücke zur Beschreibung der Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe folgt dann ein kurzer Blick auf die Geschichte der Kinderneurologie. Die Epoche der Entdeckung der frühkindlichen Reflexe dauerte etwa von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit werden thirteen ausgewählte frühkindliche Reflexe in historischer Reihenfolge entsprechend dem Zeitpunkt ihrer Erstbeschreibung behandelt. Dabei werden für jeden Reflex zunächst die Biographie des Erstbeschreibers, dann die physiologischen und anthropologischen Aspekte des jeweiligen Reflexes beschrieben. In der Diskussion zur gesamten Arbeit wird unter anderem aufgezeigt, dass frühkindliche Reflexe nicht nur einzeln, sondern auch in Kombination miteinander auftreten können. Außerdem wird herausgearbeitet, welche Beziehungen zwischen den einzelnen frühkindlichen Reflexen bestehen. Abschließend wird auf die Bedeutung bestimmter frühkindlicher Reflexe für die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen.

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Reg. Sci. Gottingensis ad Ann. ) (1964) Von Boerhaave bis Berger, S. 33. 107 Rudolph G (1964) Hallers Lehre von der Irritabilität und Sensibilität, S. 21. 108 Rothschuh KE (1969) Physiologie im Werden, S. 123. 31 eine starke Ursache sich zu verkürzen veranlasst wird. Empfindlich nenne ich einen solchen Teil des Körpers, dessen Berührung sich die Seele vorstellt; und bei den Tieren, von deren Seele wir nicht so viel erkennen können, nenne ich diejenigen Teile empfindlich, bei welchen, wenn sie gereizt werden, ein Tier offenbare Zeichen eines Schmerzes oder einer Unruhe zu erkennen gibt.

107 Rudolph G (1964) Hallers Lehre von der Irritabilität und Sensibilität, S. 21. 108 Rothschuh KE (1969) Physiologie im Werden, S. 123. 31 eine starke Ursache sich zu verkürzen veranlasst wird. Empfindlich nenne ich einen solchen Teil des Körpers, dessen Berührung sich die Seele vorstellt; und bei den Tieren, von deren Seele wir nicht so viel erkennen können, nenne ich diejenigen Teile empfindlich, bei welchen, wenn sie gereizt werden, ein Tier offenbare Zeichen eines Schmerzes oder einer Unruhe zu erkennen gibt.

Prochaska wollte beim Nervensystem ebenso verfahren. Die Vis nervosa ist bei Prochaska, ebenso wie das Sensorium commune selbst, teilbar, d. h. sie existiert auch in Nerven, die von ihren zentralen Verbindungen abgetrennt sind. Das Sensorium commune ist, auch wenn es geteilt ist, in seinen Teilen vollkommen aktions- und reaktionsfähig. Prochaska wendet sich aber entschieden gegen Hallers Annahme, dass die Muskelkraft, die Irritabilität, d. h. Kontraktilität des Muskels, von der Nervenkraft zu trennen sei.

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