By Thomas Haipeter, Tabea Bromberg, Christine Slomka

Der Band befasst sich mit den gewandelten Aufgaben der Industriegewerkschaften in einem veränderten Arbeitsumfeld. Die Organisationsmacht von Gewerkschaften und Betriebsräten in Industriebetrieben gründet sich auf ihre starke Verankerung bei den Industriearbeitern. Dieses Beschäftigtensegment aber schrumpft, und die Machtquellen der Interessenvertretungen im Industriesektor drohen zu versiegen. Die Interessenvertretungen können Macht und Einfluss in der Tarif- und Betriebspolitik zukünftig nur erhalten, wenn sie ihre Organisierung bei den Angestellten verbessern, deren Anteil an den Beschäftigten inzwischen ebenso hoch ist wie derjenige der Arbeiter. Dies gilt umso mehr, als diese Beschäftigtengruppen in den Betrieben typischerweise ein hohes Machtpotenzial aufweisen, sei es, weil sie über knappe Qualifikationen verfügen oder sei es, weil sie wichtige fachliche oder autoritäre Positionen in den betrieblichen Hierarchien einnehmen.

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Im Zeichen der demografischen Entwicklung gewinnt bürgerliches Engagement, ins-besondere auch älterer Menschen, an Bedeutung. Angesichts sich abzeichnender Herausforderungen sind ihre Potentiale und Zeitressourcen gefragt. Sie erfreuen sich einer besseren Gesundheit, verfügen über eine höhere formale Bildung und mehr zu erwartende Lebensjahre als Generationen von älteren Menschen vor ihnen.

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Wien: die Literatur-Metropole. In der besonderen gesellschaftlich-kulturellen Atmosphäre Wiens an der Schwelle zum 20. Jahrhundert wirkten Autoren wie Hofmannsthal, Schnitzler, Beer-Hofmann und Kraus, deren Schaffen die gesamte Moderne prägte. Die Neuauflage berücksichtigt Ergebnisse und Tendenzen der jüngsten Forschung u.

Regieren in Kommunen: Herausforderungen besser bewältigen - Außen- und Binnenorientierung beeinflussen

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Ich habe beispielsweise einen Flyer entwickelt mit einer Projektgruppe hier, der sollte für Angestellte vor Betriebsratswahlen ausgeteilt werden. Den habe ich dann in einem Druckbetrieb hier drucken lassen. 3 Neue Ansätze der Angestelltenpolitik in der IG Metall 29 bei weitem das Budget unserer Verwaltungsstelle überstiegen. Wir konnten das aber für den ganzen Bezirk machen lassen, da wurde es dann ökonomisch sinnvoll. Der Flyer ist übrigens ein Renner (ProjektsekretärIn IG Metall Verwaltungsstelle 2).

Wir konnten das aber für den ganzen Bezirk machen lassen, da wurde es dann ökonomisch sinnvoll. Der Flyer ist übrigens ein Renner (ProjektsekretärIn IG Metall Verwaltungsstelle 2). Zusätzlich zu der horizontalen Vernetzung wird von der Vorstandsverwaltung die vertikale Vernetzung der Projekte unterstützt. Dies geschieht zum einen über Materialen wie Informationsmaterial oder Broschüren, die dort erarbeitet werden und die vor Ort eingesetzt werden können, und zum anderen über Angestelltenforen, also bundesweiten Treffen der ProjektsekretärInnen, die zweimal im Jahr für die Hauptamtlichen organisiert werden und auf denen nicht zuletzt Beispiele einer guten Praxis für erfolgreiche Angestelltenarbeit vorgestellt werden.

Hnlich wie die IG Metall wurde die Gewerkschaft in den Jahren 2004 und 2005 mit zahlreichen Anträgen auf Tarifabweichungen konfrontiert. Und ähnlich wie die IG Metall reagierte die Gewerkschaft darauf mit einer Klärung von Zuständigkeiten und einer Verstärkung der gewerkschaftlichen Präsenz in den Verhandlungen. Anders als in der Metallindustrie werden in der chemischen Industrie Tarifabweichungen aber nicht als Tarif-, sondern als Betriebsvereinbarungen ausgehandelt, sodass die Gewerkschaft weniger leicht die Prozesse der Entscheidungsfindung und Mitgliederbeteiligung in Verhandlungen beeinflussen kann.

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