By Hermann W. Siemens

Angesichts der vielen dermatologischen Lehrbiicher, die schon bestehen, ist meines Erachtens ein Wort der Entschuldigung am Platze, wenn guy ihre Anzahl weiter vermehrt. Die Entschuldigung kann nur darin liegen, daB das neue Lehrbuch sich von den bisherigen wesentlich unterscheidet, in erster Linie durch eine besondere didaktische Idee, die ihm zugrunde liegt. Ich habe es nun seit demBeginn meiner Lehrtatigkeit immer als einen Mangel empfunden, daB dem Studenten kein Lehrbuch der Hautkrankheiten zur Ver fiigung steht, das ihn mit den Grundlagen unseres Faches intestine vertraut macht. Allerdings kann guy in den meisten Lehrbiichern ein einleitendes Kapitel hier iiber finden. Dieses ist aber meistens sehr gedrangt und auBerdem nur ganz ungeniigend oder gar nicht mit Bildern versehen. Gute Bilder sind aber die unerliiBliche Vorbedingung, besonders fiir den Anfanger, wenn er von dermato logischen Erscheinungen eine richtige Anschauung gewinnen will. Ich habe darum seit mehr als 20 Jahren Hautkrankheiten in der Weise photograph graphieren lassen, daB sie speziell fiir den Unterricht in der allgemeinen Derma tologie geeignet sind. An Hand dieser pictures habe ich nun versucht, eine Ein fiihrung in die Dermatologie zu schreiben, mit deren Hilfe sich der Leser gewisser maBen in unser Fach hineinleben kann. Bei der Benennung und Abgrenzung der Efflorescenzen muBte ich mehrfach eigene Wege wandeln, weil notwendige Termini fehlten oder die gebrauchlichen Definitionen zu ungenau waren. Noch gri: iBere Selbstandigkeit warfare bei der Bearbeitung der allgemeinen Therapie ni: itig; das Kapitel iiber "Die Anwendung der Mittel" beruht ganz auf eigenen klinisch-experimentellen Studien.

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Gut beraten: Forschungsbeiträge für eine alternde Gesellschaft

​In Zuge des demografischen Wandels müssen bestehende Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich auf ihre Wirksamkeit hin hinterfragt und ggf. neue und nachhaltige Konzept für derzeitige und zukünftige Kohorten entwickelt werden. Die Publikation setzt sich mit einem zentralen Handlungsfeld in diesem Sektor auseinander und bietet vielfältige Hinweise für eine zukunftsfähige Ausgestaltung dieses Bereichs.

Die Vormundschafts-, Familienrechts- und Fürsorgeerziehungssachen in der gerichtlichen Praxis

1. Verhaltnis des vormundschafisgerichtlichen Verfahrens zum Zivil. und Strafproze. B. Quellen. Auslander 1. Die Tatigkeit des Vormundschaftsgerichts gehOrt dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit an, die abgesehen von den Sondergerichtsbar keiten neben der Zivil- und Strafrechtspflege den dritten groBen Zweig der Rechtspflege uberhaupt bildet.

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1st das nicht der Fall, so liegen sie der Haut als kleinlinsel1formige, rotumranderte gelbe Scheiben auf (Abb. 64). Spielt sich jedoch der eiternde ProzeB, wie gewohnlich, an einem Haarsack ab, Allgemeine Diagnostik. 42 so hebt sich die Pus tel und das sie umgebende Infiltrat spitz und kegelformig in die Hohe (Abb. 65, vgl. dazu die kegelformige Bildung follikularer Papeln, Abb. 78). Dadurch lassen sich folli kuliire und nichtfollikulare Pusteln meist leicht unterscheiden; auBerdem kann man im Zentrum der follikularen Pustel natiirlich oftmals auch noch das Haar sehen.

107. Scheibentuber (mit eingesunkenem Zentrum, bei Syphilis III). gepunzt aussieht, oder selbst verrukos ist. Diese groBen, bald in Gruppen, bald in weiten Abstanden voneinander einzeln stehenden Papelhaufen werden nodulare oder obtuse Papeln (stumpfe Papeln, Riesenpapeln) genannt (Abb . 106). 108. Kugeltuber (Xanthoma tuberosum am Ellbogen). werden. Sie sind meist blaB, hautfarben, ofters aber anch pigmentiert und zuweilen verhornt. Sie haben die unangenehme Eigenschaft, daB sie sehr therapieresistent sind, merkwiirdigerweise viel resist enter wie Lichenifikationen von groBerem Umfang.

Sehr unregelmaBige, eckige und streifenformige Formen weisen auf kiinstliche Entstehung hin (Reibung, Heftpfiaster, Canthariden, Wiesenpfianzen). Frische Blasen sind prall, werden aber allmahlich schlapp und faltig (Abb. 55). Werden sie sehr schlapp, so kann die Fliissigkeit wie in einem Sack sich unten ansammeln (Abb. 56); auf dem Boden des Sackchens kann sich eine triibe Leukocytenanhaufung (Hypopyon) bilden. SchlieBlich trocknen die Blasen mehr und mehr ein, so daB die lose aufliegende Decke, wenn sie am Ende abreiBt, schon einen leicht verhornten Blasengrund freilegt (Abb.

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